Fundament für einen Spielturm anlegen

Für die meisten Eltern ist das Fundament die größte Hürde. Doch ohne Verankerung im Boden geht es nicht. In der Anleitung unseres Fatmoose Spielturms weist Wickey extra darauf hin, dass ein Beton-Fundament anzulegen ist. Mit dem Fundament verhinderst du, dass der Spielturm einsinkt und später schief steht. Noch wichtiger ist allerdings, dass die Kinder schaukeln und turnen können, ohne dass der Stelzenturm dabei wackelt oder gar umkippt. Die Kräfte, die hierbei auf die Konstruktion einwirken, sind nicht zu unterschätzen – vor allem wenn mal der Papa schaukelt oder es stürmt.

Für eine gute Verankerung werden Bodenanker als Befestigungsmittel in den Beton eingelassen. Wickey bietet verschiedene Befestigungsanker an, von denen du ein Set am besten gleich mitbestellst. Wir hatten das vergessen und mussten daraufhin passende Bodenanker im Baumarkt suchen. Entscheidend ist, dass die Standpfosten vom Kletterturm später solide fixiert sind.

Betonfundament richtig dimensionieren

Damit der Spielturm später gut im Fundament verankert ist, schreibt Wickey für jeden Ankerpunkt einen Durchmesser von mindestens 30 Zentimetern sowie eine Tiefe von 60 Zentimetern vor. Wir haben 80 Zentimeter tief in den Boden vom Garten gegraben, unten 10 Zentimeter Schotter als Drainage aufgefüllt und oben weitere 10 Zentimeter Luft gelassen, um die Betonfundamente mit Erdreich überdecken zu könen.

Spielturm Gerüst

Grundfläche abstecken, Grasnabe abziehen und Boden einebnen.

Vorbereitung Boden

Fließiger Bauhelfer.

Den richtigen Beton wählen

Für unseren Fatmoose Spielturm mussten wir sechs Ankerpunkte setzen. In Anbetracht des Volumens pro Punkt war klar, dass Schnellbeton (einfach nur Wasser drüber gießen) aus dem Baumarkt nicht infrage kommt. Dieser Beton wäre in Anbetracht der benötigten Menge viel zu teuer. Im Hinblick auf Kosten und eine hohe Belastbarkeit des Fundaments empfiehlt sich die klassische Mischung aus Beton und Sand, die in einer elektrischen Betonmischmaschine angerührt wird.

Alternativ bietet sich Betonestrich an. Wir waren im Baustoffhandel und haben dort Betonestrich gekauft. 2 Säcke Betronestrich a 30 Kilogramm je Fundamentloch, also 12 Säcke insgesamt. Die Mischung ist fertig, es genügt Wasser hinzuzugeben. Im Vergleich zu Schnellbeton ist der Betonestrich belastbarer und außerdem viel preiswerter. Das Anrühren erfolgte händisch mit einem Spaten im Mörtelkübel. Das funktioniert wunderbar, ist aber extrem anstrengend. Daher der Ratschlag, eine Maschine zu nutzen.

Kletterturm im Fundament verankern

Dank der Bretter, die den Sandkasten einfassen, konnten wir das Podest des späteren Spielturms (natürlich noch ohne Boden und Aufbauten, damit es leichter ist) ohne zusätzliche Hilfskonstruktion über den Fundamentlöchern positionieren. Ansonsten gilt es eine solche Hilfskonstruktion zu bauen.

Sobald das Podest richtig steht, werden an den Standpfosten die Befestigungsmittel (Streben, die in den späteren Beton reichen) angebracht. Nun kann kann es losgehen, der Beton wird in die Fundamentlöcher eingefüllt. Danach muss er noch aushärten, unmittelbare Arbeiten am Spielturm müssen also ruhen. Auch für die Kinder bedeutet dies, sich noch ein paar Tage gedulden zu müssen.

Fundamentloch

Fundamentloch mit dem Spaten ausgehoben.

Loch für das Fundament

So tief ist das Loch.

Betonanker für Spielturm

Verankerung hergestellt und mit Beton aufgefüllt.

Fundament komplett

Nun muss der Beton durchtrocknen.

Vorgehensweise bei unserem Fatmoose Spielturm

Maße für das Fundament des Spielturms waren nicht vorgegeben, es galt das Gerüst / Podest an der gewünschten Stelle im Garten zu platzieren. Anhand der Stützpfeiler haben wir die Positionen der Bodenanker bestimmt und die Grundfläche abgesteckt. Anschließend wurde mittels Spaten die Grasnabe abgezogen und die Fläche eingeebnet. Zum Einebnen sollte eine lange Wasserwaage zur Verfügung stehen. Es gilt präzise zu arbeiten und mehrmals zu kontrollieren, ob die Fläche wirklich eben ist und durchweg waagerecht ist, damit der Turm später gerade steht.

Nach dem Ausheben aller Fundamentlöcher wurde das Gerüst wieder darüber platziert und mit der Wasserwaage ausgerichtet. Die horizontalen Bodenbretter haben den Turm mühelos getragen. Die Bodenanker wurden direkt angeschraubt, anschließend der Betonestrich vorsichtig mit der Schaufel eingefüllt. Mit einer Dachlatte wurde der Beton gründlich verdichtet, damit sich keine Hohlräume bilden und die Betonoberfläche schön glatt wird.

Holzklotz unter Pfeiler

Ein passgenauer Klotz stützt den Pfeiler ab.

Spielturm mit Rutsche

Spielturm einige Wochen später.

So umgesetzt würden ausschließlich die Bodenverankerungen den Kletterturm tragen. Um dies auszuschließen, haben wir Holzklötze unterlegt. D.h. nach dem Aushärten des Betons wurde der Abstand zwischen Fundamentboden und jeder einzelnen Pfeilerunterseite ermittelt. Anschließend haben wir passende Klötze von einem Holzbalken abgesägt und diese darunter platziert. Die Klötze mussten mit einem Hammer eingetrieben werden.

Die Klötze stützen die Pfeiler des Spielturms zuverlässig ab. Ein weiterer Vorteil ist der, dass Feuchtigkeit vom Erdreich nur auf die Klötze einwirkt, die eigentlichen Pfeiler hingegen im Trockenen stehen. Diese Konstruktion ist vom Hersteller des Spielturms übrigens nicht vorgegeben, wir haben uns das selbst ausgedacht und übernehmen deshalb keine Haftung!

Die Schaukel verfügt ebenfalls über ein Betonfundament. Die Leiter haben wir entgegen Empfehlung der Aufbauanleitung nicht einbetoniert. Sie ist solide am Podest des Spielturms angeschraubt und mit einem Stahlprofil im Boden verankert. Die Rutsche wird ebenfalls von einem kräftigen Stahlprofil gehalten, das per Hammer tief in den Boden getrieben wurde.