Smoothies für Kinder und Babys selber mixen – Rezepte und Tipps

Frisches Obst in den Mixer geben und Smoothies oder Rohkost Babybrei mit vielen Nährstoffen zubereiten. Mit diesen Tipps gelingt Eltern die Zubereitung.

Übersicht
Gründe für Smoothies und Babybrei aus frischen Lebensmitteln
Ab welchem Alter eignen sich Smoothies für Babys?
Tipps rund um Zubereitung und Genuss
Rezepte für Smoothies und Babybrei

Unsere Kinder starten fast täglich mit einem selbst gemixten Frucht-Smoothie in den Tag. So nehmen sie Vitamine und weitere Nährstoffe auf. Gleichzeitig sparen wir morgens viel Zeit.

Kind trinkt Frucht-Smoothie

Gründe für Smoothies und Babybrei aus frischen Lebensmitteln

Nährstoffgehalt: Ob Obst oder Gemüse, frische Lebensmittel stellen wertvolle Nährstoffe bereit. Vitamine, Mineralstoffe, Enzyme, sekundäre Pflanzenstoffe und Ballaststoffe sind in den Smoothie-Zutaten enthalten. Da anders als beim gekauften Smoothie keine Erhitzung erfolgt, stellst du mit deinem selbst gemixten Smoothie mehr Nährstoffe bereit.

Kinder mögen Smoothies: Babys und Kleinkinder mit besonders nährstoffhaltiger Nahrung zu versorgen, ist nicht immer leicht. Ein gutes Beispiel sind Blattsalate, die die Kleinen meist konsquent verweigern. Smoothies werden hingegen mit Freude verzehrt.

Einfache Zubereitung und schneller Verzehr: Du willst vor der Kita noch schnell ein Frühstück machen und wenig Zeit verlieren? Mit dem richtigen Frucht-Smoothie gelingt das mühelos. Einfach Zutaten in den Mixer geben, alles zerkleinern und umgehend servieren. Zwei Minuten später haben deine Kinder ihre Smoothie ausgetrunken und es kann losgehen.

Auch gut für die Eltern: In der Hektik des Alltags kommt die Ernährung vieler Elter zu kurz, Vitamine und andere Nährstoffe bleiben auf der Strecke. Daher schadet es nicht, selbst ein Glas mitzutrinken.

Besser als gekaufte Produkte: Nur wenige der im Handel erhältlichen Smoothies basieren auf Bio-Zutaten. Zudem wurden sie erhitzt (wegen der Haltbarkeit) und einige Anbieter setzen sogar gezielt Zucker zu. Davon abgesehen sind die käuflichen Smoothies meist teuer und erzeugen auch noch Plastikmüll. All diese Probleme hast du mit selbst gemixten Smoothies nicht.

Ab welchem Alter eignen sich Smoothies für Babys?

Ein Säugling ist noch zu jung, um Smoothies als Nahrung aufzunehmen. Der Verdauungstrakt des Kindes muss sich erst an pflanzliche Kost gewöhnen, was seine Zeit braucht. Meist beginnen Eltern damit, ihre Kinder ab dem 4. oder 5. Monat langsam von Milch auf festere Kost umzustellen. Der gerne gefütterte Brei aus dem Babygläschen wurde erhitzt, was ihn relativ gut verdaubar macht.

Somit dauert es noch eine Weile, bis du mit roher Kost beginnen kannst. Viele Eltern legen ab dem 6. bis 7. Monat los. Mütter oder Väter, die verunsichert sind, können auch noch warten oder ihren Kinderarzt befragen.

Tipp 1: Nur wenige Zutaten verwenden

Babys tun sich mit der Verdauung leichter, wenn der Anteil verschiedener Lebensmittel an einer Mahlzeit möglichst klein ist. Für die ersten Smoothies ist es deshalb besser, nur ein bis zwei Zutaten zu verwenden, wie z.B. Banane und Birne.

Tipp 2: Erst nur kleine Mengen füttern

Zur Gewöhnung an neue Speisen ist es oft besser, zunächst nur kleine Portionen zu füttern. Ein paar Teelöffel eines Smoothies können zu Beginn genügen.

Tipp 3: Nur leicht verdaubare Zutaten mixen

Unsere eigenen Kinder kamen mit Mango als Smoothie-Zutat schlecht zurecht und von Orangen wurden sie wund. Leicht verdaubare Zutaten, wie die bereits erwähnte Banane oder Birne, waren für uns die bessere Wahl.

Tipp 4: Auf die Konsistenz achten

Babys werden mit dem Löffel gefüttert, weshalb es meist komfortabler ist, Früchte zu dickflüssigen Smoothies bzw. Babybrei zu verarbeiten. Gehen die Kinder bereits in die Kita und trinken selbst aus dem Glas, sind wiederum flüssige Smoothies oft die bessere Wahl. Diese Smoothies lassen sich schneller trinken, was die Kinder dankend annehmen. Ansonsten kann es passieren wird, dass die Gläser hinterher noch halb voll sind.

Tipps rund um Zubereitung und Genuss

Die richtigen Smoothie-Zutaten wählen

Bei der Wahl der Zutaten sind zwei Aspekte von Bedeutung. Wie bereits angemerkt, solltest du insbesondere bei Rohkost Babybrei auf die Verdaubarkeit zu achten. Wenige verschiedene Zutaten sind eine gute Wahl.

Zum anderen sollten Eltern die Chance nutzen und möglichst Lebensmittel in Bioqualität verarbeiten. Zwar mögen Bio-Zutaten ein wenig teurer sein, doch die Qulität spricht für sich. Unserer Meinung nach ist dies im Hinblick auf Gesundheit und Umwelt eine vernünftige Entscheidung.

Cremigkeit erzielen

Smoothies, die aus dem eigenen Mixer kommen, sind meist nicht so cremig wie gekaufte Produkte. Für Cremigkeit ist es entscheidend, die richtigen Zutaten zu mixen. Avocado, Banane und Mango sind typische Lebensmittel, die cremige Smoothies ergeben. Die wie oben schon erläutert, ist Mango vor allem für kleinere Kinder oft keine so gute Wahl.

Einfluss auf die Cremigkeit hat auch der Mixer. Ein Hochleistungsmixer kann das Mixgut besser zerkleinern, was sich auf die Konsistenz und damit auf das Geschmacksempfinden auswirkt. Wer vom Konzept der Smoothies überzeugt ist, sollte sich überlegen, für die Küche einen Hochleistungsmixer zu kaufen.

Keinen zusätzlichen Zucker hinzugeben

Bei Wahl der richtigen und vor allem reifen Zutaten ist im Smoothie genügend Fruchtsüße enthalten, sodass du keinen zusätzlichen Zucker hinzugegeben brauchst.

Zutaten abwechseln bzw. Rezepte variieren

Die meisten Eltern sind froh, wenn ihre Kinder überhaupt Obst und Gemüse verzehren. Trotzdem schadet es nicht, Smootie-Rezepte zu variieren und am besten saisonale Lebensmittel in den Mixbehälter zu geben. So wird ein besonders breites Spektrum an Nährstoffen abgedeckt.

Smoothies und Rohkost Babybrei sofort verzehren

Durch das Mixen wird bei zahlreichen Zutaten das Fruchtfleisch von der schützenden Schale getrennt. Zudem brechen Zellwände auf, sodass die Nährstoffe Licht und Sauerstoff ausgesetzt sind. Es drohen einzelne Nährstoffe (insbesondere Enzyme und Vitamine) zerstört zu werden. Außerdem beeinträchtigt die auftretende Oxidation (Kontakt mit Sauerstoff, der Smoothie nimmt mit der Zeit eine bräunliche Farbe an) den Geschmack. Umso sinnvoller ist es, Smoothies und rohköstlichen Babybrei frisch, also sofort nach dem Mixen, zu verzehren.

Falls eine Aufbewahrung notwendig ist, sollte diese nicht länger als einige Stunden erfolgen. Dazu den Smoothies am besten in eine Flasche geben, die fast bis nach oben hin befüllt ist, damit wenig Angriffsfläche für weiteren Sauerstoff besteht. Den Deckel aufschrauben und die Flasche im Kühlschrank (Schutz vor Licht und Wärme) aufbewahren.

Die Sache mit dem Blattgrün

Blattgrün (Chlorophyll) enthält wertvolle Nährstoffe. Doch leider sind viele Kinder von Blattsalaten, Spinat und ähnlichen Lebensmitteln nur schwer zu begeistern. Beim Smoothie können Eltern schummeln und z.B. Spinat oder Feldsalat unterheben und so den Nährstoffgehalt des Smoothies vergrößern.

Am besten gelingt dies mit der Zugabe von kleinen Mengen, damit das Blattgemüse im Geschmack nicht zu dominant wirkt. Auf sehr säurehaltige Zutaten, wie z.B. Mangold, wird am besten verzichtet. An der grünen Farbe stören sich die Kinder übrigens nicht. Im Gegenteil, grüne Smoothies werden in Verbindung mit der richtigen Kommunikation besonders gerne getrunken.

Guten Mixer verwenden

Wenn auch du eigene Smoothies mixen willst, kannst du mit einem Haushaltsmixer oder notfalls auch einem Pürierstab starten. Doch wie schon erwähnt, wird der Smoothie mit einem Hochleistungsmixer viel cremiger. Es muss ja nicht gleich ein Profigerät, wie z.B. ein Vitamix sein. Ein Bianco Primo kostet weniger und mixt auch tolle Smoothies. In unserer Küche steht ein Bianco Primo, mit dem wir sehr zufrieden sind.

Konsitenz durch Zugabe von Wasser regulieren

Die Smoothie-Zutaten kommen zusammen mit Wasser in den Mixbehälter. Am besten mit etwas weniger Wasser beginnen. Sollte der Smoothie relativ dickflüssig sein, lässt sich seine Konsistenz durch die Zugabe von mehr Wasser, ganz leicht verändern.

Löffeln statt trinken

Bei kohlenhydrathaltigen Speisen, also auch Obst und Gemüse, beginnt die Verdauung bereits im Mund. Gutes Einspeicheln erleichert die Verdauung mitsamt Aufnahme der Nährstoffe. Erwachsenen wird deshalb dazu geraten, Smoothies nicht zu trinken, sondern zu löffeln. Unserer Erfahrung nach ist es bei Kindern jedoch besser, sie lieber trinken zu lassen, damit am Ende nicht der Großteil vom Smoothie übrig bleibt.

Rezepte für Smoothies und Babybrei

Ob sich am Ende des Mixvorgangs rohköstlicher Babybei oder ein Smoothie in deinem Mixbehälter befindet, hängt von der zugegebenen Wassermenge ab. Die nachfolgenden Rezepte eignen sich für beide Speisen.

Die Zubereitung ist immer gleich. Im ersten Schritt bereitest du die Zutaten vor, indem du sie wäschst oder schälst. Anschließend werden sie klein geschnitten und kommen dann in den Mixbehälter. Nun noch etwas Wasser hinzugeben und dann mit dem Mixvorgang beginnen.

Rezept 1: Banane und Apfel

Ein Klassiker, den du das gesamte Jahr über gut zubereiten kannst. Für ca. 2 Gläser:

  • 1 Banane
  • 1 großer Apfel
  • Wasser

Rezept 2: Banane und Birne

Noch ein wenig milder und süßer. Für ca. 2 Gläser:

  • 1 Banane
  • 1 Birne
  • Wasser

Rezept 3: Banane, Apfel und Orange

Das ideale Smoothie-Rezept für den Winter. Die Orange stellt zusätzliches Vitamin C bereit. Für ca. 2 Gläser:

  • 1 Banane
  • 1 Apfel
  • halbe Orange
  • Wasser

Rezept 4: Babyspinat, Banane, Apfel und Pfirsich

Dieser Smoothie stellt zusätzlich Blattgrün bereit. Statt Babyspinat kannst du auch Feldsalat in den Mixbehälter geben. Für 2 Gläser:

  • Kleine handvoll Babyspinat
  • 1 Banane
  • 1 Apfel
  • 1 Pfirsich (ohne Kern!)